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Nur noch vier Tage. Mein nächster Wettkampf steht vor der Tür. Der Hella Halbmarathon stand auf meiner TO DO Liste eher im Mittelfeld. Nicht super wichtig, aber auch nicht ganz bedeutungslos. Dieser Wettkampf bekam erst nach meiner Anmeldung eine große Bedeutung für mich. Ich wollte mal wieder mehr. Nicht einfach nur laufen. Ich wollte da ansetzen, woran ich beim letzten mal gescheitert bin. 21 Kilometer in 02:04:00. Meine bisherige persönliche Bestzeit. Schneller ging es noch nie. Deshalb wollte ich in diesem Halbmarathon Training Speed aufnehmen. Nicht mehr einfach nur joggen gehen. Intervalle, Sprints – ja eben meine Schnelligkeit verbessern, die ich bisher nicht besaß. Das musste ich nämlich bitterlich bei meinem letzten Halbmarathon in Berlin feststellen.

(Ab hier ist Brooks/Werbung integriert) Meine Zielzeit in Berlin war „einfach nur unter zwei Stunden“ ankommen. Das „einfach nur“ kann ich nicht bestätigen. Auch nicht nach meinem jetzigen Training. Mir fällt es extrem schwer eine Pace von 5:30 kontinuierlich aufrecht zu erhalten. So ein Wettkampf steht und fällt natürlich neben dem Wetter auch mit dem richtigen Laufschuh. Meine schnellsten 21 Kilometer bin ich bisher in meinen Brooks Laufschuhen gelaufen. Deshalb sind sie für mich inzwischen irgendwas zwischen einem Talisman und Pokal. Ich werde also nicht kurz vor meinem Wettkampf noch auf andere Schuhe umsteigen und bleibe bei Brooks Running.

Apropos. Ich habe euch ja mal in einem älteren Blogeintrag erzählt, dass man sich bei so einem Wettkampf wie der größte Star fühlt. Die Menschen am Zuschauerrand jubeln dir zu, schreien deinen Namen und du hast das Gefühl, dass der DJ am Eventpoint den nächsten Song nur für dich spielt. Du läufst mit Gänsehaut durchs Ziel und feierst dich verdammt nochmal selbst. So ein Superstar sind wir doch alle irgendwie beim Laufen.

Vor einigen Tagen und mitten in meiner Trainingswoche hatte Brooks mich nach Spanien eingeladen, um uns einen neuen Laufschuh vorzustellen. Den Glycerin 15 (hier kommt ihr zu dem Schuh). In diesem Schuh würden wir uns wie ein Superstar fühlen – versprach uns Brooks mit ihrer neuen Kampagne. Dieser Laufschuh würde uns das Gefühl geben, dass er nur für uns gemacht wäre. Superstar, Laufschuh, Sonne. Eine Kombination, die ich mir trotz dem Flug (ich habe die größte Flugangst) nicht entgehen lassen wollte.

RUN HAPPY!

Mein erster (und letzter) Helikopterflug

Brooks Glycerin 15 Laufschuh

Nach einem Helikopterflug, einer Speedboot- Fahrt und einem steilen 10- Kilometer Lauf in der Sonne kann ich bestätigen (wie bisher bei jedem Brooks Schuh; auch wenn es eine Kooperation ist), dass der Schuh hält was er verspricht. Weiche Dämpfung, insgesamt ein mega leichter Schuh mit leichtem Tragegefühl. Ich war danach tatsächlich so begeistert, dass ich mit dem Schuh meine letzten Intervallläufe in Deutschland absolviert und mich entschlossen habe, dass ich den Glycerin 15 beim Halbmarathon anziehen werde.

Gestern bei 28° C und Sonne wollte ich dann unbedingt noch einmal 7 Kilometer in einer Pace von 5:30 laufen und bin kläglich gescheitert. Meine Beine waren schwer, mein Sauerstoff ist auf dem Sofa sitzen geblieben und irgendwie war sowieso alles Mist. Nach 5 Kilometern musste ich stehen bleiben und den Rest in einer gemütlichen Pace beenden. Nicht der optimale Start für mein Köpfchen in ein Vorhaben, bei dem ich mich mit einer 5:30 Pace über 21 Kilometer anfreunden muss. Natürlich sind mir gestern Zweifel gekommen. Natürlich habe ich mich geärgert. Ich habe echt diszipliniert und hart trainiert. Mir war zum Teil nach meinen Intervallläufen schlecht und die Alsterrunde konnte ich zwischendurch nicht mehr sehen – so genervt war ich.

Aber alles im Leben hat seinen Sinn. Es hat seinen Sinn, dass ich in dem Glycerin 15 meinen Halbmarathon laufe und es wird auch seinen Sinn haben, falls ich die zwei Stunden Marke nicht durchbrechen kann. Dann soll das halt so sein. Aber egal was passiert – auf der Strecke am Sonntag werde ich feiern wie ein Superstar, versprochen. Aber bis dahin sind ja noch vier Tage Zeit. Ich habe mich dafür entschieden keine weiteren Laufeinheiten mehr vor dem Wettkampf in Angriff zu nehmen. Am Samstag werde ich nochmal ganz entspannte 4-5 Kilometer joggen und ansonsten jeden Tag eine kleine Yogaeinheit einbauen. Yoga ist meiner Meinung nach für Läufer ein optimaler Ausgleich. Ich persönlich möchte es nicht mehr missen. Mein Körper fühlt sich damit einfach besser. Wie der Wettkampf letztendlich ausgeht, werde ich euch am Sonntag berichten. Ich sag’s nochmal: die Nervosität steigt.

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Kommentare zu diesem Beitrag

  • Tina

    geschrieben am 21. Juni 2017

    Lou, du weißt doch: Wenn die Generalprobe daneben geht… 🙂 Ich wünsche dir ganz viel Erfolg!

    Antworten
    • Lou

      Lou

      geschrieben am 21. Juni 2017

      Ach Tina 🙂
      Danke das ist lieb.
      Das alkoholfreie Bier trinke ich sowieso – egal welche Zeit ich laufen werde.

      Liebe Grüßeeee

      Antworten
  • Birth

    geschrieben am 21. Juni 2017

    Mal wieder ein wundervoller Blogpost liebe Lou!
    Ich werde am Sonntag auch mitlaufen, das zweite Mal, aber von einer Zeit unter 2 Stunden bin ich weit entfernt…
    Ich finde es so sympathisch und erfrischend, dass du auch zeigst, wenn es beim Training mal nicht so läuft, wie man sich das wünscht…Gefühlt läuft im Moment jeder zweite auf Instagram einen Halbmarathon und die meisten „locker“ in unter 2 Stunden. Da kommt man sich mit einer Zielzeit von 2:15 schon fast schlecht vor. Von daher, danke für deine Ehrlichkeit! 🙂

    Liebe Grüße und bis morgen beim Lauftreff! 🙂

    Birthe

    Antworten
    • Lou

      Lou

      geschrieben am 21. Juni 2017

      Birtheeeee!

      Nein, glaub mir – da ist bei mir überhaupt nichts locker. Ich bin da mit meinen bald 28 Jahren irgendwie nicht mehr das junge Reh, sondern eher der alte Wal 😀 Freu mich auf Sonntag – das wird so oder so ne coole Party 🙂

      Antworten
  • Nina

    geschrieben am 21. Juni 2017

    Liebe Lou, einfach nicht aufgeben! Es läuft halt nicht immer rund. Hauptsache es macht dir Spaß und du gibst dein Bestes. Ich wünsche dir viel Erfolg bei dem Lauf und glaube an dich! Liebe Grüße, Nina

    Antworten
  • Marlen

    geschrieben am 21. Juni 2017

    Hey lou,
    Ich wünsche dir am Samstag ganz ganz viel Glück! Ich laufe am Samstag meinen allerersten halbmarathon, allerdings in münchen. Ich bin echt super aufgeregt, vor allem weil meine letzte Trainingseinheit auch nicht so lief wie geplant. Aber naja wird schon schiefgehen, Hauptsache ins Ziel kommen ist mein Motto! Danke fürs immer wieder Mut machen und motivieren!
    Liebe Grüße
    Marlen

    Antworten
  • Jana

    geschrieben am 21. Juni 2017

    Lou, wir rocken das am Sonntag! Bin auch so mega aufgeregt und möchte einfach nur glücklich im Ziel ankommen. Ist mein erster Halbmarathon und von daher habe ich mir erstmal keine Zeit vorgenommen. Aber wie Birthe schon schrieb. Mit einer Zeit zwischen 2:00-2:15 ist man bei Instagram gefühlt langsam…aber was solls – Hauptsache Spaß haben! Für mich gibt es heute noch Handball, Freitag Yoga und Samstag auch so 4 entspannte Kilometer. Also auch nichts großes mehr mit laufen. ?❤️

    Antworten
  • Laura

    geschrieben am 21. Juni 2017

    Louu <3 Auch wenn der Wettkampf in die Hose gehen sollte – warte im Ziel auf mich und wir lassen den Lauf mit einem bescheuerten "Ein weiterer Wettkampf ist geschafft, wir kleinen Superstars"-Tänzchen ausklingen. Nur ohne Hüpfen. Dazu bin ich dann wahrscheinlich nicht mehr in der Lage 😀
    Ich freu mich auf dich!

    Antworten
  • Lisa

    geschrieben am 21. Juni 2017

    Hey Lou, ich bin mir sicher, dass du es schaffst, wahrscheinlich tut es dir gut jetzt bis zum Lauf nur noch Yoga zu machen. Ich habe total Respekt vor deiner Disziplin!
    Magst du vielleicht mal einen Blogpost zu deinen Intervallläufen schreiben? Wie du sie gestaltest und wie oft du sie zusätzlich zu den Läufen in deiner Woche einbaust? Ich habe irgendwie das Problem mich nicht verbessern zu können.. Ich laufe immer meine 5-7 km und komm nicht drüber, lahm bin ich noch dazu. Ich schaffe es einfach nicht so oft jede Woche laufen zu gehen, dann noch Intervalle und das Krafttraining darf ja auch nicht zu kurz kommen..

    Du bist einfach eine mega Inspiration!

    Antworten
      • Jenny

        geschrieben am 24. Juni 2017

        Oh ja der Plan zu den Intervalläufen würde mich auch interessieren ? Bin gerade vor zwei Wochen den HM unter zwei Stunden gelaufen… frage mich selbst wie das geht. Die Trainingsläufe schaff ich fast nie unter 5:50/km ??‍♀️

        Antworten
  • Iris

    geschrieben am 22. Juni 2017

    Die Schuhe schauen wirklich toll aus! Sobald ich wieder auf den Beinen bin, kann ich es gar nicht erwarten, wieder laufen zu gehen! Dir wünsche ich auf alle Fälle viel Glück bei deinem Halbmarathon!

    Antworten
  • Dani

    geschrieben am 22. Juni 2017

    Du wirst das am Sonntag sowas von rocken Lou.
    Danke für diesen Blogpost und deine Ehrlichkeit. Es ist wirklich momentan so, dass unheimlich viele Menschen einen Halbmarathon laufen. Wie viel Training dahinter steckt ist den meisten garnicht bewusst. Ich dachte auch, man „muss“ Intervalle einbauen. Habe es einmal versucht und bin so an meine Grenzen gegangen, dass ich gescheitert bin. Dann habe ich für mich entschieden, dass ich das nicht brauche. Es tat mir nicht gut. Und außerdem will ich den Halbmarathon in keiner bestimmten Zeit laufen (unterbewusst hat man natürlich ein Ziel) – es wird so laufen, wie es eben läuft. Und das Wichtigste ist, dass man noch den Spaß an der ganzen Sache behält und nicht einfach nur funktioniert.
    Du hast auf deinen Körper gehört und legst dafür jetzt vorher nochmal ein Pause ein – das macht dich wirklich noch stärker liebe Lou. Wenn man entspannter an die Sache ran geht, dann wird es meist auch nochmal eher was, als mit zu viel Druck.
    Am Sonntag werden dich ganz viele Menschen anfeuern und wir, deine Laufgruppe, werden auch an deiner Seite sein. Zumindest gedanklich, während jeder so seine Pace läuft 🙂
    Das wird ein rießen Spaß und ich freue mich schon sehr auf meinen ersten Halbmarathon.
    Ich glaub an Dich.

    Dani

    Antworten
  • Dani

    geschrieben am 22. Juni 2017

    Du wirst das am Sonntag sowas von rocken Lou.
    Danke für diesen Blogpost und deine Ehrlichkeit. Es ist wirklich momentan so, dass unheimlich viele Menschen einen Halbmarathon laufen. Wie viel Training dahinter steckt ist den meisten garnicht bewusst. Ich dachte auch, man „muss“ Intervalle einbauen. Habe es einmal versucht und bin so an meine Grenzen gegangen, dass ich gescheitert bin. Dann habe ich für mich entschieden, dass ich das nicht brauche. Es tat mir nicht gut. Und außerdem will ich den Halbmarathon in keiner bestimmten Zeit laufen (unterbewusst hat man natürlich ein Ziel) – es wird so laufen, wie es eben läuft. Und das Wichtigste ist, dass man noch den Spaß an der ganzen Sache behält und nicht einfach nur funktioniert.
    Du hast auf deinen Körper gehört und legst dafür jetzt vorher nochmal ein Pause ein – das macht dich wirklich noch stärker liebe Lou. Wenn man entspannter an die Sache ran geht, dann wird es meist auch nochmal eher was, als mit zu viel Druck.
    Am Sonntag werden dich ganz viele Menschen anfeuern und wir, deine Laufgruppe, werden auch an deiner Seite sein. Zumindest gedanklich, während jeder so seine Pace läuft 🙂
    Das wird ein rießen Spaß und ich freue mich schon sehr auf meinen ersten Halbmarathon.
    Ich glaub an Dich.

    Dani

    Antworten
    • Lou

      Lou

      geschrieben am 22. Juni 2017

      DANI DU BIST SÜSS 🙂
      Danke danke danke – das hast du schön geschrieben :-*

      Antworten
  • anne.med

    geschrieben am 23. Juni 2017

    Liebe Lou,
    ich drücke dir alle Daumen für Sonntag! <3
    Ich hatte beim Lesen des Beitrages sofort wieder das "Superstar-Gefühl" vom Halbmarathon in Berlin. Mein erster. Und es wird nicht der letzte sein.
    Liebe Grüße!
    Anne

    Antworten
  • Jule

    geschrieben am 24. Juni 2017

    Hey Lou!
    Ja, diese magische 2 Stunden Grenze ist verdammt hart zu unterbieten. Ehrlich gesagt habe ich es auch schon ein paar Mal versucht – mit dem Resultat, dass mich der Mann mit dem Hammer bei 15 oder 16km eingeholt und ordentlich zugeschlagen hat 😀 Bei mir hat es komischerweise am besten geklappt, als ich einfach aus Spaß den Halbmarathon gelaufen bin – ohne spezifische Vorbereitung in Form von Intervallen oder Tempoläufen, sondern einfach immer so, dass ich mich gut dabei gefühlt hat. Da lief ich nach 2:01Std ins Ziel und konnte es kaum glauben.
    Ich drücke dir für Morgen fest die Daumen – und falls es nicht klappen sollte, dann braucht dein Körper wohl einfach noch etwas mehr Zeit um von der doppelten auf die halbe Distanz umzuschalten. Viel Erfolg!

    Antworten

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