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Wie läuft eigentlich ein richtiges Fotoshooting ab? Wir sehen in Zeitschriften oder auf Social Media immer nur die Ergebnisse. Aber sieht so auch das geschossene Foto der Fotografen aus? Wird danach nicht mehr am Foto herumgebastelt? Dann müsste ja jedes privat geschossene Foto ebenfalls so aussehen, wie die Frau auf dem Cover einer Zeitschrift. Ich wollte es genauer wissen. Gemeinsam mit der großartigen Fotografin Linda Böse und der starken Instagrammerin Kim haben wir den Selbstversuch gestartet. Wir wollten wissen, wie die Fotos aussehen, wenn Linda sie schießt und wie sie aussehen, wenn Linda sie anschließend noch bearbeitet. Und eine Frage, die uns alle zum Nachdenken anregen sollte: was ist beim Bearbeiten okay? Wo sollte man eine Linie ziehen und ab wann belügt man sich selbst? Das Ergebnis haut wahrscheinlich niemanden von euch vom Hocker, aber trotzdem ist es wichtig immer mal wieder darauf aufmerksam zu machen.

Linda hat bei dem Shooting einmal mit Tageslicht/Zimmerlicht gearbeitet und einmal mit künstlichem Licht. Die Ergebnisse können sich sehen lassen und zeigen einen großen Unterschied. Ohne Photoshop benutzt zu haben hat das Licht eine Menge ausgemacht. Ist das schon „sich selbst belügen“? Das Licht ist im Urlaub, Alltag oder Zuhause unser Feind und gleichzeitig Helfer. Mal scheint es unseren Hintern so unvorteilhaft an, dass wir jede Delle sehen, mal schenkt es uns gute Laune und lässt uns regelrecht aufblühen. Mit dem Licht dürfen wir „spielen“ und müssen lernen damit umzugehen. Photoshop hingegen sollte meiner Meinung nach viel seltener zum Einsatz kommen.

Was bringt es mir, wenn der Fotograf meine Falten oder Kurven retuschiert? Ja, das Foto werde ich schön finden. Sobald ich allerdings in den Spiegel schaue oder Selfies mache sind die Falten wieder da. Und das ist gut so. Unser Körper altert mit der Zeit nunmal. Er lebt. Und trotzdem kann man das „altern“ schön in Szene setzen – auch ohne Photoshop. Ein Lächeln zum Beispiel ist Photoshop’s größter Feind. Ein Lächeln auf einem Foto sprengt jede Falte, jede Kurve und jeden Pickel. Wir sollten uns also immer im Hinterkopf behalten, dass wir kein Photoshop brauchen. Und denkt immer daran, dass die Frau auf dem Cover in der Realität nicht so glatt, braun, oder hell erleuchtet aussieht. Sie ist das Endprodukt eines Programms. #fürmehrrealitätaufinstagram

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Kommentare zu diesem Beitrag

  • Doris

    geschrieben am 13. Juli 2017

    Ich finde dieses Thema ist sehr wichtig und gut das du es ansprichst! Viele junge Mädchen benutzen immer Photoshop um sich dünner / größere Brüste / größeren Po machen zu lassen oder dem heutigen „Schönheitsideal“ zu passen! dazu hungern die sich auch sogar fast zu Tode! Schrecklich einfach! Und da finde ich es gut das du das hier in diesem Blogpost ansprichst! Man kann es zwar auf Fotos alles retuschieren aber im real hat man nun mal Dellen und Falten da wo man sie eigentlich gar nicht haben möchte! Aber hey , es ist das Leben und da können Leute labern wie sie wollen!
    Danke! 🙂

    Liebste Grüße

    Antworten

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